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Pentax Spotmatic SP F (1973)


Da gibt es eigentlich nichts zu lästern, die Kamera ist einwandfrei und sieht vor allem auch immer noch toll aus. Keine Spur vom schwülstigen Japan Design, das davor und danach oft bei anderen Marken zu sehen war, die F ist wirklich sauber gezeichnet. Das Eigenartige an dieser Kamera ist einfach ihr Schraubgewinde, verbunden tatsächlich mit der Möglichkeit zur Offenblendmessung. Dass man zur Offenblendmessung eine neue Objektivlinie brauchte (genauso wie wenn man auf ein Bajonett umgestellt hätte, wie fast alle anderen Marken - und mit den damit verbunden Vorteilen) hat scheinbar keinen gestört, so fest war man mit dem alten M42 Gewinde verbunden. Aber auch dieser alte Zopf der Fotogeschichte wurde dann abgeschnitten, schon zwei Jahre später, mit der Einführung des K Bajonettes.
So fein das K Bajonett dann war – wie haben sich die Spotmatic F Kunden gefühlt, die gerade in neue s-m-c Takumare investiert hatten?


Pentax LX (1980)


Es war einmal, 1980, da stellte Pentax eine neue Kleinbild Kamera vor, die es mit allen damals existierenden Profi Kameras, überhaupt mit den besten anderen Kameras aufnehmen konnte, sie sogar in vielen Punkten übertraf (und ein paar Dinge konnte, die nicht einmal die tollsten Kameras heute fertigbringen).
Die Kamera war enorm teuer, viel teurer als alle Pentax Kleinbild Kameras davor, und es gab anscheinend überhaupt keinen Kundenkreis dafür, weil nur die ärgsten Optimisten hoffen konnten, dass viele Profi Fotografen von ihrem gewohnten System Abschied nehmen und zu Pentax wechseln würden (und sie taten es dann auch nicht...).
So war die Kamera also ein Misserfolg? Sie wurde 20 Jahre lang gebaut, vermutlich also nein, aber ob sie für sich genommen tatsächlich wirtschaftlich erfolgreich war, weiß nur Pentax.
Für die Marke Pentax aber hat sie ungeheuer viel bedeutet, sie hat die Marke Pentax zu großen Teilen definiert, bis heute. Jedem Pentax Fotografen war sie ein Begriff, und wenn man bei einem Fototreffen heute eine LX herumreicht und zeigt was sie kann, und den (kugelgelagerten) Spannhebel fühlt, gibt es immer noch ein Raunen in der Runde: "Ah, eine LX!".
Kritisieren muss man, dass sie keinen Messwertspeicher hat, was vollkommen unverständlich ist (die Vorgänger K2 DMD hatte einen…). Außerdem ist das unselige „sticky mirror“ Problem für sich genommen ein k.o. Kriterium, so etwas sollte bei keiner Kamera jemals passieren, und wenn, ist es einfach schon deshalb keine gute Kamera – außer eben es ist Liebe im Spiel…



Pentax auto 110 (1979)


Das Paradebeispiel für ein Produkt das das Zeichenbrett besser nicht verlassen hätte. So nett die Kamera ist, so hübsch die Zubehörteile (auch wenn die Kamera mit Blitz und Winder nicht einmal mehr klein ist…), die Wahrheit ist, dass vom Pocket Format niemals anständige Bilder kommen können, auch mit der tollsten Kamera nicht, und das haben auch die auto 110 Kunden gemerkt, früher oder später, nachdem sie genug damit gespielt hatten.
Dieser Kamera habe ich sicherheitshalber – um der versehentlichen Benutzung vorzubeugen - das Bajonett entfernt, um es für diesen mFT Adapter zu verwenden.


Pentax PC 35 AF mit Winder (1988)


So absurd der angepappte Winder ist, der die Kamera größer und schwerer als nötig macht, erbarmungswürdig jault, Batterien braucht – und so lahm ist dass man es kaum glauben mag, der Erfolg gibt Pentax hier recht, die Kamera war enorm populär und das ist, wenn man vom Winder absieht auch berechtigt, das Objektiv ist relativ lichtstark und scharf, es war ein richtiger Geheimtipp in der Kompaktklasse.


Pentax EI-C90 (1997)


Was ist das denn? Ja, das ist Pentax erste Digitalkamera aus dem Jahr 1997. Sie hat etwa VGA Auflösung und man kann mit ihr schon auch so fotografieren wie später mit allen kompakten Digitalkameras, also mit Blick aufs Display. Aber man merkt deutlich, dass diese Art der Benutzung den Konstrukteuren noch irgendwie eigenartig vorkam und so ist die Kamera erst wirklich praktisch zu bedienen, wenn man den Monitor abmacht.
Ganz putzig ist auch die Speicherkarte in der Größe 4 Mb, die sicher allein schon ein Vermögen gekostet hat. Nicht klar ist mir auch, ob die Kamera wirklich selbstentwickelt ist (es könnte aber sein, sie fühlt sich irgendwie nach Pentax an).


Pentax Digibino 200 (1999)


Noch eine Eigenartigkeit von Pentax, ein (relativ) kleines Fernglas mit eingebauter 1,3 Megapixel Digitalkamera. Für ernsthaft Naturbeobachtung reicht das Fernglas nicht, die Qualität der Kamera schon gar nicht, und für die Verwendung als normale Kamera ist die Brennweite viel zu lang, also taugt das Teil letztlich für nichts, und der Kunde wird den Kauf nach kurzer Zeit bereut habe und den Ärger auf Pentax schieben, mit gewissem Recht.



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