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Kleinbild Panoramakamera (2010)

Meine hier vorgestellte 6x14 Rollfilmkamera macht zwar (gelegentlich) durchaus Spaß, hat aber leider einen prinzipiellen Nachteil: Das Format nutzt den möglichen Bildkreis ganz aus, was leider bedeutet, dass das Objektiv stark abgeblendet werden muss um weniger Vignettierung zu haben. So ist die Kamera selbst zwar transportabel (und auch nicht schwer), aber 'freihand' kann man sie dennoch nur bei guten Bedingungen verwenden, weil genügend Licht für 1/125 und Blende 22 einfach recht selten ist.

Außerdem ist das Bildformat irgendwie nicht Fisch nicht Fleisch. Es ist schon kein normales Seitenverhältnis mehr, mir aber als Panoramaformat nicht spektakulär genug. So fing ich halt wieder an nachzudenken…

Das breiteste Format das ich gefunden habe, für das es Kameras gibt ist 6x24 (also ein Seitenverhältnis von 4,3 :1). Das ist dann wirklich spektakulär, aber diese Kameras sind auch heftig groß und nicht mehr gut transportabel.

Aber wenn schon, denn schon – dieses Seitenverhältnis war fortan das Ziel, allerdings (das war die Idee) auf Kleinbildfilm, um die Kamera kleiner (und die Kosten etwas runter) zu bekommen.
Suchen musste ich zuerst ein kräftig weitwinkliges Objektiv mit Verschluss, mit einem Bildkreis von über 105 mm und für bezahlbares Geld. Gefunden habe ich die Objektive der Mamiya Press Serie, die zwar nur einfach vergütet sind, aber mit gutem Ruf und großem Bildkreis ausgestattet.
Die Press Kameras sind eigentlich nur bis 6x9 gedacht, haben aber teilweise ein verstellbares Rückteil und die Objektive wurden offensichtlich daraufhin mit einem „reichlichen“ Bildkreis konstruiert, für ein wenig Shift-Reserve.

Das war der Plan:

plan

Verwendet habe ich letztlich das Gehäuse einer Mamiya Press Standard (von 1965) als Vorderteil:

press vorn

Hier das, was nach dem Sägen noch übrig blieb:

press gesägt

Das Hinterteil der Kamera besteht aus drei Gehäusen von Dacora Super Dignette Kleinbildkameras, auch aus den späten Sechzigern. Die Dacora Kameras passen für diesen Zweck gut, weil sie mechanisch recht simpel sind und ein Alugehäuse haben, das man gut bearbeiten kann.

Die drei Hinterteile schon gesägt und provisorisch aneinander geklebt:

Hinterteile

Beim Justieren von Vorder- und Rückteil (mit Mattscheibe in der Filmebene) - das Objektiv ist hier ein 150er:

150er

justieren

justieren 3

Bilder von den weiteren Baustadien:

fast fertig

deckel

Und so sieht sie fertig aus:


Von vorn, hier mit dem "Pancake" 6,3/65, dessen horizontaler Bildwinkel bei der Bildbreite von 105mm etwa dem eines 22,5 mm Objektives an Kleinbild entspricht


Oder, inzwischen in „Profi Schwarz“, mit dem sehr schönen 6,3/50, das hier etwa einem 17mm Objektiv entspricht


Man muss dreimal spannen bis zum nächsten Bild und bekommt so auf einen 36er Film 12 wirklich schöne, große Negative oder Dias vom Format 24x105 (zumindest dann, wenn das Labor den Film zwischen den Bildern schneidet...).

Leider habe ich auch immer noch etwas Lichteinfall zu beheben…

Das Fotografieren ist nicht ganz einfach, man muss die Kamera sehr exakt gerade halten, schon kleine Abweichungen bedeuten „ganz schiefe“ Bilder

Die erreichbare Auflösung liegt etwa auf dem Niveau eines gleichen Ausschnittes von der Canon 5DII – Wunder kann die Kamera also keine vollbringen, Spaß macht sie aber schon.

Drei erste „nur mal zeigen“ Bildbeispiele:





Delft in den Niederlanden, nach Vermeer:


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